{"id":290,"date":"2016-06-02T16:05:04","date_gmt":"2016-06-02T14:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.sv-gleidingen.de\/?page_id=290"},"modified":"2022-03-28T19:55:20","modified_gmt":"2022-03-28T17:55:20","slug":"1960-1979","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/?page_id=290","title":{"rendered":"1960 &#8211; 1979"},"content":{"rendered":"<p>Die Planungen der 50er werden Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Da die konkreten Planungen abgeschlossen waren und die Bauzeichnungen gefertigt wurden, musste man nur die Baugenehmigung des Bauamtes abwarten. Diese wurde erteilt.<\/p>\n<p>Nachdem auch die Finanzierung gekl\u00e4rt war konnte im Herbst 1963 mit dem Bau des Sch\u00fctzenhauses begonnen werden.<br \/>\nNach cirka einem Jahr Bauzeit erfolgte am 17. Oktober 1964 die Schl\u00fcssel\u00fcbergabe durch den Architekten Ludwig in Anwesenheit der Gemeindevertretung, der Vertreter der \u00f6rtlichen und benachbarten Vereine.<br \/>\nNach einem Rundgang wurden die Schie\u00dfst\u00e4nde zur Benutzung freigegeben. Der Ehrenvorsitzende Louis Schwedhelm gab den ersten Schuss ab.<br \/>\nDie Ehrenscheibe, die hierbei beschossen wurde, ist noch heute im Sch\u00fctzenhaus zu sehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-291 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/standscheibe-294x300.jpg\" alt=\"standscheibe\" width=\"294\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/standscheibe-294x300.jpg 294w, https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/standscheibe.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/p>\n<p>Das Ziel, weitere Erfolge zu sichern, wurde mit der neuen Schie\u00dfsportanlage erreicht.<\/p>\n<p>Es konnten verschiedene Wettk\u00e4mpfe und Meisterschaften ausgetragen werden. Selbst Kreismeisterschaften wurden in Gleidingen ausgerichtet.<br \/>\nAuch die Sch\u00fctzenschwestern wollten sich innerhalb des Vereins organisieren, so wurde 1965 die Damensparte ins Leben gerufen. Auch heute noch sind so manche Damen aus der Gr\u00fcndungszeit aktiv beim Schie\u00dfsport dabei.<\/p>\n<p>In den Folgejahren wurde kr\u00e4ftig f\u00fcr den sportlichen Erfolg trainiert und an Wettk\u00e4mpfen teilgenommen.<br \/>\nDaher feiert man 1969 neben dem ersten Kreissch\u00fctzenfest auch die Austragung der Kreismeisterschaften. Gleidinger Sch\u00fctzen und Sch\u00fctzinnen nahmen in diesem Jahr mit Erfolg an den Landes- und Deutschen Meisterschaften teil.<br \/>\nUnd man tat in den folgenden Jahren alles um den sportlichen Erfolg hoch zu halten.<\/p>\n<p>3. November 1972 wird der Verein von einem schweren Schlag getroffen.<\/p>\n<p>Ein Orkan verw\u00fcstet die Sportanlage. Blenden und Schallw\u00e4nde, die aus Holz konstruiert waren, wurden dem Erdboden gleich gemacht. Es standen wieder nur 5 Luftgewehrst\u00e4nde zur Verf\u00fcgung. Da vorerst alle Aktiven diese 5 St\u00e4nde nutzen mussten, war der Andrang an fast jedem Abend kaum zu bew\u00e4ltigen. Schnelles Handeln war nun angesagt. Es wurde in den Planungen ber\u00fccksichtigt, k\u00fcnftig alle Disziplinen schie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Allerdings stellte man sehr schnell fest, dass hierf\u00fcr das Grundst\u00fcck zu klein war.<br \/>\nDurch B\u00fcrgschaften und Spenden war es m\u00f6glich das angrenzende Grundst\u00fcck zu kaufen.<\/p>\n<p>Der Aufenthaltsraum sollte umgebaut werden, der Luftgewehrstand erweitert, eine Zentralheizung sollte eingebaut werden, das Geb\u00e4ude um den Heizraum, eine Waffenkammer und neue Toiletten erweitert werden. All dies stand auf dem Plan und es war allen klar, dass dies nur mit viel Eigenleistung zu schaffen war.<br \/>\nNach dem alles Unwegbarkeiten gekl\u00e4rt waren, konnte im Herbst 1974 mit dem Bau begonnen werden.<br \/>\nTrotz aller Hindernisse hat man es nicht nehmen lassen gemeinsam mit dem M\u00e4nner-Gesangs-Verein &#8222;Orpheus&#8220; Pfingsten das Sch\u00fctzenfest und das 111j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des &#8222;Orpheus&#8220; zu feiern.<\/p>\n<p>Am 24. Januar 1975 war der erste Bauabschnitt fertig gestellt und konnte genutzt werden. Um dies zu erreichen wurden unz\u00e4hlige freiwillige Arbeitsstunden abgeleistet.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchsommer 1976 wurde nach einem Jahr Pause mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen. Es entstanden eine Wohnung, der Pistolenstand und der KK-Stand mit laufendem Keiler. Hierf\u00fcr mussten 160 Meter Fundamente ausgehoben und eine 400 m<sup>2<\/sup> Betonplatte gegossen werden, bevor mit den Maurerarbeiten begonnen werden konnte.<br \/>\nDer Rohbau konnte bis zum Wintereinbruch beendet werden. In den Wintermonaten erfolgte der Innenausbau der Wohnung.<\/p>\n<p>1977 wurde fieberhaft an der Fertigstellung des Pistolenstandes (jetzt 25m-Stand) gearbeitet.<br \/>\nDenn die Einweihung war f\u00fcr Pfingsten geplant. Und der Plan wurde auch erf\u00fcllt.<br \/>\nP\u00fcnktlich zum Sch\u00fctzenfest konnte der \u00fcberdachte Pistolenstand seiner Bestimmung \u00fcbergeben werden.<br \/>\nIm Herbst des Jahres wurde der Ausbau des KK-Standes in Angriff genommen. Hierzu mussten je eine freitragende Halle zum Schutz der KK-St\u00e4nde und des laufenden Keilers gebaut werden.<\/p>\n<p>So wie der Pistolenstand verf\u00fcgt auch der KK-Stand \u00fcber eine olympische Anlage mit sechs Schie\u00dfst\u00e4nden, wobei ein Stand f\u00fcr die Vorderladersch\u00fctzen zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\nBeide Schie\u00dfst\u00e4nde verf\u00fcgen \u00fcber einen Vorraum, in dem sich die Sch\u00fctzen aufhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jetzt musste nur noch das Problem der Abwasserbeseitigung in Angriff genommen werden. Wieder war viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder gefordert. Ein Anbau f\u00fcr die Hebeanlage musste erstellt und f\u00fcr die Verlegung der Druckleitung musste ein Graben in 300m L\u00e4nge ausgehoben werden.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich zum 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um konnten die Bauarbeiten 1978 abgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Nach vier Jahren Bauzeit war eine Schie\u00dfanlage entstanden, die \u00fcber drei neue Schie\u00dfst\u00e4nde verf\u00fcgt. Noch heute ist allen Beteildigten besonders zu danken, denn ohne diese F\u00f6rderer und Helfer w\u00e4re das Sch\u00fctzenhaus in seiner heutigen Form nicht entstanden.<\/p>\n<p>In der Festschrift zum 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um wurden diesem Bauwerk folgende Worte gewidmet:<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0M\u00f6ge diese Sportanlage, geschaffen f\u00fcr unsere Sportjugend und Sportsch\u00fctzen, nur friedlichen Zwecken dienen. Zug\u00e4ngig soll sie sein f\u00fcr alle Sportsch\u00fctzen in der Stadt und den Vereinen, die gewillt sind, dort ihren Schie\u00dfsport in Disziplinen abzuhalten, die sie nicht im eigenen Verein haben. M\u00f6gen aber auch immer dort frohe und gesellige Menschen einkehren und im fairen Wettkampf ihren Schie\u00dfsport betreiben, sich kennenlernen und in kameradschaftlicher Weise deutschen Sch\u00fctzengeist und altes Brauchtum pflegen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-292 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/kkscheibe-295x300.jpg\" alt=\"kkscheibe\" width=\"295\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/kkscheibe-295x300.jpg 295w, https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/kkscheibe.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><\/p>\n<p>Das Sch\u00fctzenfest des Jahres stand ganz im Zeichen des 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums und der Fertigstellung der Schie\u00dfsportanlage.<\/p>\n<p>Das Jahr 1979 endete f\u00fcr den Verein unerwartet und pl\u00f6tzlich schlimm.<\/p>\n<p>Denn am 30. November des Jahres verstarb ganz schnell und unerwartet der 1. Vorsitzende Karl Gremmel, kurz &#8222;Pr\u00e4sus&#8220; genannt.<br \/>\nMit ihm verlor der Verein einen besonderen G\u00f6nner und F\u00f6rderer des Gemeinschaftsdenkens. Wenn auch durch seine Vorsorge ein gutes Vorstandsteam die Arbeit weiterf\u00fchren konnte, so hat sein Tod doch eine gro\u00dfe L\u00fccke entstehen lassen.<br \/>\nNoch heute erinnert ein vor dem Sch\u00fctzenhaus aufgestellter Findling mit der schlichten Inschrift &#8222;Pr\u00e4sus&#8220; an Karl Gremmel, der die Geschicke des Vereins vom 17. Januar 1954 bis zu seinem Tode leitete.<br \/>\nHeutzutage ist es zu einem Brauch geworden, dass sich die neu Proklamierten K\u00f6nige am Stein ablichten lassen.<\/p>\n<div id=\"attachment_293\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-293\" class=\"wp-image-293 size-full\" src=\"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/stein.jpg\" alt=\"stein\" width=\"500\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/stein.jpg 500w, https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/stein-300x141.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-293\" class=\"wp-caption-text\">Hier die K\u00f6nige des Jahres 2006 mit dem 1. Vorsitzenden H.Felis<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Planungen der 50er werden Wirklichkeit. Da die konkreten Planungen abgeschlossen waren und die Bauzeichnungen gefertigt wurden, musste man nur die Baugenehmigung des Bauamtes abwarten. Diese wurde erteilt. 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