{"id":280,"date":"2016-06-02T13:43:21","date_gmt":"2016-06-02T11:43:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.sv-gleidingen.de\/?page_id=280"},"modified":"2022-03-28T19:54:48","modified_gmt":"2022-03-28T17:54:48","slug":"1928-1949","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sv-gleidingen.de\/?page_id=280","title":{"rendered":"1928 &#8211; 1949"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Anfangsjahre, \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Krieg bis zum Wirtschaftswunder des vergangenen Jahrtausends.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Warum in Gleidingen erst 1928 ein Sch\u00fctzenverein gegr\u00fcndet wurde, ist nicht zu kl\u00e4ren, denn nachweislich wurde bereits 1848 und wahrscheinlich auch schon fr\u00fcher in Gleidingen ein Freischie\u00dfen mit Zeltfest abgehalten.<br \/>\nIn einem Schreiben vom 1. Juli 1848 hei\u00dft es:<\/p>\n<p><em><span style=\"font-size: medium;\">An das Amt Rute und den Landdrosteirath Engelbrecht zu Hildesheim und Regierungsrath Werner. Gestern Abend haben Baurmeister Haane seine Jungens den Conrad Peters, der Sch\u00e4ffer beim Freyschie\u00dfen gewesen ist, den Hals zudr\u00fccken wolen und der Baurmeister hat seine Drei Dagel\u00f6hners mit Zaunv\u00e4len hingeschiket die haben solen ihrer, den Br\u00e4gen Einschlagen.<br \/>\n<\/span><\/em><br \/>\nDer Beweis des Freischie\u00dfens in jener Zeit ist damit also erbracht.<br \/>\nDas Zelt war auf dem unteren Teil des heutigen Friedhofes aufgebaut, geschossen wurde auf dem Mayerkampsweg.<\/p>\n<p>Im Sommer 1928 laden interessierte M\u00e4nner die m\u00e4nnlichen B\u00fcrger der Gemeinde Gleidingen ein, in das Gasthaus&#8220;Deutsches Haus&#8220; bei Heinrich Lambrecht zu erscheinen.<br \/>\nDie Einladung besagte die Gr\u00fcndung eines Sch\u00fctzenvereins.<br \/>\nAm 1. August 1928\u00a0 waren 31 M\u00e4nner erschienen.<br \/>\nDa die Vorbereitung mit den \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden sowie dem Landratsamt Hildesheim abgeschlossen waren, konnte den Erschienenen klargemacht werde, um was es ging. Als Wortf\u00fchrer amtierten die Herren Otto Kuhrmeyer und August B\u00e4hre. Nach eingehender Aussprache \u00fcber den Zweck der Zusammenkunft wurde Einstimmigkeit erziehlt und alle Erschienenen bekundeten durch ihre Unterschrift die Gr\u00fcndung des Sch\u00fctzenvereines.<\/p>\n<p>Das Jahr 1929 stand ganz im Glanze des 1. Sch\u00fctzenfestes. In dem ersten Vereinsjahr war man kr\u00e4ftig t\u00e4tig gewesen. Die Sportanlage mit 2 KK-St\u00e4nden war fertig erbaut und somit konnte erstmalig der Sch\u00fctzenk\u00f6nig ausgeschossen werden. Die Einweihung des Standes erfolgte am 18. Juni 1929. Sch\u00fctzenbruder Heinrich Schasse hatte das Gel\u00e4nde in der damaligen Kiesgrube zu Verf\u00fcgung gestellt. Alle Handwerker im Ort und Verein hatten bei der Erstellung der Anlage mitgewirkt. Gro\u00dfz\u00fcgigkeit bei der Beschaffung des Materials und die Arbeitsstunden nach Feierabend waren (und sind) l\u00f6blich zu erw\u00e4hnen.<br \/>\nIn aller Stille und zur \u00dcberraschung aller waren auch die K\u00f6nigsketten in Handarbeit angefertigt worden. Die K\u00f6nigskette wurde vom Sch\u00fctzenbruder Karl Gremmel und die Jugendkette vom Sch\u00fctzenbruder Karl Matthies gestiftet.<br \/>\nDer erste Sch\u00fctzenk\u00f6nig in der Vereinsgeschichte wurde 1929 August Bergmann.<\/p>\n<p>In den Jahren 1930 bis 1932 wurden die Schie\u00dftage regelm\u00e4\u00dfig besucht und die j\u00e4hrlichen Sch\u00fctzenfeste wurden abgehalten. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 150 gestiegen.<\/p>\n<p>Zum 5j\u00e4hrigen bestehen des Vereins wurde die erste Fahne 1933 angeschafft und geweiht.<br \/>\nAuch erfolgte in diesem Jahr der Beitritt zum Deutschen Schie\u00dfsportverband, dem heutigem Deutschen Sch\u00fctzenbund (DSB).<br \/>\nIm gleichem Jahr verzog auch der 1. Vorsitzende Otto Kuhrmeyer, so das auf der Jahreshauptversammlung ein neuer Vorstand gew\u00e4hlt werden musste. Louis Schwedhelm trat in die L\u00fccke.<\/p>\n<p>In den Jahren von 1934 bis 1938 wurde in kameradschaftlicher Weise der Schie\u00dfsport weiter gepflegt. Die allj\u00e4hrlichen Sch\u00fctzenfeste fanden immer gr\u00f6\u00dfere Beliebtheit unter der Bev\u00f6lkerung. Mit den Nachbarvereinen wurde ein guter Kontakt gehalten.<\/p>\n<p>Der 2. Weltkrieg und die Nationalsozialisten setzten 1939 dem Vereinsleben einen herben D\u00e4mpfer. Der Verein wurde zwar nicht aufgel\u00f6st und ruhte nur, aber dies hielt bis 1945 an.<\/p>\n<p>Nach Ende des Krieges und der Einnahme des Ortes durch die Amerikaner musste der Verein manch schmerzliche Verluste hinnehmen. So wurde bei den \u00fcbliche Hausdurchsuchungen im Haus des 1. Vorsitzenden Louis Schwedhelm die Vereinsfahne gefunden. Da an dieser auch ein Fahnenband vom 70j\u00e4hrigen Stiftungsfest des <em>&#8222;MTV Hannovera&#8220;<\/em> angebracht war, das wie damals \u00fcblich mit der Aufschrift &#8222;Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen&#8220; und dem Hakenkreuz versehen war, wurde die Fahne zerrissen und auf dem Hof verbrannt. Auch die Geb\u00e4ude in der schasseschen Kiesgrube (auf dem Gel\u00e4nde der heutigen Kindertagesst\u00e4tte an der Sch\u00fctzenstr.) waren abgerissen und alle Materialien entwendet worden. Selbst die KK-Gewehre waren aus ihrem Versteck entwendet. So stand der Sch\u00fctzenverein vor dem &#8222;Nichts&#8220;!<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anfangsjahre, \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Krieg bis zum Wirtschaftswunder des vergangenen Jahrtausends. 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